Die Realität des Stotterns überrascht oft. Hier sind einige Fakten und Zahlen, die deinen Horizont erweitern und die Vielfalt menschlicher Sprache feiern.
- Stottern ist verbreitet: Rund 80 Millionen Menschen weltweit stottern, etwa 1 % der Weltbevölkerung. Es betrifft Menschen aus allen Sprachen, Kulturen und Hintergründen.
- Mehr Jungen als Mädchen: Stottern betrifft drei- bis viermal so viele Männer wie Frauen.
- Die meisten Kinder erholen sich: Etwa 5 % aller Kinder stottern für sechs Monate oder länger, aber drei Viertel hören damit bis zum späten Kindesalter auf.
- Singen verändert alles: Viele Menschen, die stottern, sprechen flüssig, wenn sie singen oder chantieren. Rhythmus und Melodie geben Timing‑Hinweise, die die üblichen Sprachmuster umgehen.
- Bekannte Stimmen: Der Komiker und Schauspieler Rowan Atkinson (Mr Bean) stottert; er hat gesagt, sein Stottern verschwinde, wenn er eine Figur spielt. Andere bekannte Menschen mit Stottern sind Marilyn Monroe, James Earl Jones und Joe Biden.
- Stottern hat nichts mit Intelligenz zu tun: Menschen, die stottern, sind genauso intelligent und fähig wie alle anderen. Es gibt hervorragende Wissenschaftlerinnen, Athleten, Führungskräfte und Künstlerinnen, die stottern.
- Es ist neurologisch, nicht psychologisch: Forschungsergebnisse deuten auf eine Kombination aus Genetik, Neurophysiologie, kindlicher Entwicklung und familiären Faktoren hin. Nervosität oder emotionale Probleme sind nicht die Ursache.
- Mehrere Sprachen, ähnliche Häufigkeit: Stottern tritt in allen gesprochenen Sprachen in ähnlicher Häufigkeit auf und ist nicht an die Struktur der Sprache gebunden.
- Flüssigkeit variiert: Menschen, die stottern, sprechen oft flüssig, wenn sie flüstern, im Chor sprechen, einen Akzent imitieren oder ihre Stimme verändern. Diese Bedingungen liefern äußere Hinweise, die das motorische Muster verändern.